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Wissenswertes

Schmerzmittel - Gut kombiniert?

Schmerzmittel sind die Renner in den Apotheken 3,8 Milliarden Tabletten, Kapseln und Dragees schluckten die Deutschen 1996, Tendenz gefährlich steigend. Die Pillen können süchtig machen, zu Dauerkopfschmerz führen und bei ständigem Gebrauch irreparable Schäden hervorrufen, etwa an den Nieren. Als riskant gelten Kombipräparate wie Thomapyrin, Spalt und Neuralgin, die einen Wirkstoffmix (Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein) enthalten. Viele Experten empfehlen statt dessen Monopräparate mit Acetylsalicylsäure (Aspirin, Togal, ASS-Stada u. a.), Ibuprofen (Aktren, Dolgit, Dolormin) oder Paracetamol (Benuron, paracetamol-ratiopharm u. a.).

Schmerzmittel - Kein Unterschied:

In neuen Studien war kein Pillentyp schädlicher als der andere. Deshalb rät Professor Günther Haag von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft - lange Zeit ein Kombi-Kritiker - für alle Mittel, sie "sollten nicht länger als drei Tage hintereinander und nicht häufiger als zehn Tage im Monat angewendet werden". Der Berliner Ausschuß für Verschreibungspflicht ging konform, er lehnte im Januar die Rezeptpflicht für Kombipillen ab.

Schmerzmittel - Nicht sinnvoll:

Doch "die Kombination von ASS und Paracetamol macht pharmakologisch keinen Sinn", so Pharmazie-Professor Gerd Kobal von der Uniklinik Erlangen. Und: Werden die Wirkstoffe mit Coffein kombiniert, nimmt die schmerzstillende Wirkung sogar ab, so Dr. Hartmut Göbel von der Uniklinik Kiel. Wer Kombipillen nimmt, "steigert deshalb im Lauf der Zeit oft die Dosis", sagt Cöbel.

Schmerzmittel - Fazit:

Monopräparate sind nach wie vor die unbedenklichere Wahl.